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LAUFBAHNBERATUNG PFLEGE

Projektlaufzeit

08/2019 - 12/2020

Partner

  • Gesundheitsregion Delmenhorst

  • Hanse-Wissenschaftskolleg

  • BBS II Delmenhorst

  • DRK Delmenhorst

Abstract

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Motivation/ Ziele/ Hintergrund

NEU:

Im Zuge der Gesundheitskonferenz 2016 wurde in der Gesundheitsregion Delmenhorst die Arbeitsgruppe Pflege ins Leben gerufen. 2018 beschloss man, sich den vielfältigen Problemen und Veränderungen (Digitalisierung, Fachkräftemangel, generalistische Ausbildung, etc.) in der Pflege auf kommunaler Ebene zu stellen. Hierfür wurden folgende Ziele definiert:

  • Gewinnen von Nachwuchs mit möglichst unterschiedlichen Ansätzen, statt scheinbar einfachen und billigen „Importen“ aus vielen fremden Ländern und Kulturen

  • Klären von Eingangsvoraussetzungen (schulisch u.a.) und ggf. Fördern potentieller Bewerber*innen mit unzureichenden Qualifikationen

  • Unterstützung (wiss.) Grundlagenforschung zu Haltungen, Motiven und vor allem ggf. abschreckenden Hindernissen bei der Berufswahl

  • Erhalt und Ausbau von Ausbildungsplätzen für geringer qualifizierte Bewerber*innen

  • Frühe Förderung und Unterstützung von potentiellen Interessent*innen

  • Koordination der verschiedenen Ausbildungen (aktuell 4 Anbieter*innen) mit unterschiedlichen rechtlichen, ökonomischen, organisatorischen und „mentalen“ Bedingungen.

  • Verminderung der „drop out rate“

  • Koordination der Praxisausbildung!

  • Förderung von und Kooperation mit den Praxisanleiter*innen

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Die Probleme in der Pflege sind vielschichtig. Sie sind so breit gefächert, dass sie nicht in einem einzigen Projekt angegangen werden können. Wir konzentrieren uns daher auf die folgenden Probleme, die gerade auch im hiesigen kommunalen Kontext große Bedeutung haben:

  • Bezahlung in der Ausbildung

Die Ausbildung zur Pflegeassistenz ist noch immer eine unbezahlte schulische Ausbildung. In Anbetracht der Pflegesituation in Deutschland kein tragbarer Zustand.

  • Abbrecherquote

Im kommunalen Kontext liegt die Abbrecherquote vor allem in der Pflegeassistenz ungewöhnlich hoch.

  • Hürden

Über die Hürden zur Pflegeausbildung, wie sprachliche Barrieren oder finanzielle Aspekte, wird im Vorfeld unzureichend aufgeklärt.

  • Ausschöpfung vorhandener Ressourcen

Grundvoraussetzungen sind nicht gegeben und erzeugen so Probleme bei der Ausschöpfung von Ressourcen. So fehlen fachliche Sprachkurse für immigrierte Fachkräfte oder der effiziente Einsatz von Teilzeitstellen.

Aus diesen Problemen ergaben sich die folgenden Ziele:

  • Beratungs- und Koordinierungsstelle einrichten

Ziel ist es, ein Einrichtung zu schaffen, welche zu verschiedensten Aspekten der Pflegeausbildung berät und Ansprechpartner über die gesamte Ausbildungszeit bleibt.

  • Bezahlung der Ausbildung zur Pflegeassistenz

Die Ausbildung zur Pflegeassistenz sollte kommunal bezuschusst werden, um die Attraktivität zu steigern.

  • Ressourcen erkennen und nutzen

Ressourcen, wie beispielsweise Mütter nach einer Babypause als Teilzeitkräfte oder ausländische Fachkräfte können den Problemen entgegen wirken. Dafür müssen sie aber erkannt und adäquat unterstützt und genutzt werden.

 

Vorgehensweise

Zur Koordinierung des Projekts wurde zu Beginn eine sich wöchentlich treffende Steuerungsgruppe eingesetzt, bestehend aus:

  • Susann Giesler, Projektkoordination

  • Dr. Johann Böhmann, Projektleiter

  • Michael Pleus, Geschäftsführer DRK

  • Marion Zimmermann, Lehrerin Pflegeberufe

  • Uta Dietrich, Oberstudienrätin

  • Axel Günther, Krankenpfleger AOK Niedersachsen

  • Ines Schepker, Leitung soziale Betreuung DRK Stift Delmenhorst

Zunächst wurde das Projekt den verschiedenen Akteuren in Delmenhorst vorgestellt und bestehende Strukturen und Bemühungen der Arbeitgeber analysiert. Da die Praxisanleiter in der Pflegeausbildung eine wichtige Rolle übernehmen, wurden diese zu einem gesonderten Treffen (Praxisanleitertag, s.u.) eingeladen.

Einbeziehen der Praxisanleiter*innen (Praxisanleitertag).

Begleitet wurde das Projekt von zwei Pflegekonferenzen mit fachlichen Vorträgen (s.u.).

Die Einrichtung einer Beratungsstelle war zu Beginn des Projekts geplant. Es wurde allerdings schnell deutlich, dass der Beratungsbedarf zu vielschichtig ist (vor-, bzw. nach der Ausbildung und für Wiedereinsteiger). Hier wurde also nachjustiert.

Wichtiger Hinweis: Aufgrund der pandemischen Lage in Deutschland im Jahr 2020 konnten viele von der Steuerungsgruppe geplante Aktivitäten nicht mehr statt finden.

 

Ergebnisse

  • Insgesamt 20 Sitzungen der Steuerungsgruppe über die gesamte Laufzeit des Projekts

  • zwei Pflegekonferenzen (trotz der schwierigen Corona-Lage)

  • Praxisanleitertreffen

  • Interviews mit Arbeitgebern

 

Publikationen

 

Veranstaltungen

​Erste Pflegekonferenz am 25.10.2019: Zukunftsaufgabe Gesundheitsversorgung - Mitarbeiter begeistern und entlasten

Praxisanleitertag am 27.11.2019

Insgesamt sind der Einladung 7 Praxisanleiter gefolgt. Davon 6 aus einer stationären Langzeitpflegeeinrichtung und 1 aus einem ambulanten Pflegedienst. Aus der ortsansässigen Klinik ist kein/e Praxisanleiter/in erschienen. Nachdem den Anwesenden das Projekt vorgestellt wurde, ergab sich ein freier, zum Teil durch Fragen geleiteter Austausch.

Aufgrund dessen, dass die Teilnahme an einer solchen Art von Veranstaltungen ausschließlich in der Freizeit und auf freiwilliger Basis stattfinden, ist wurde die weitere Zusammenarbeit allerdings zäh. Diese Erfahrung gab wichtige Impulse für die Nachbereitung und schaffte die Fragestellung, wie Räume geschaffen werden können, in welchen sowohl ein Austausch an Informationen als auch ein Austausch untereinander stattfinden kann.

Zweite Pflegekonferenz am 29.10.2020: Pflege und Kommune, Kommune und Pflege

Kurz vor der Konferenz wurden aufgrund der pandemischen Situation in Deutschland verschärfte Regelungen zu Veranstaltungen erlassen. Daher konnten fünf der sechs geplanten Vorträge nicht durchgeführt werden. Die Entscheidung fiel dann auf eine experimentelle Durchführung als Hybridveranstaltung. Einige wenige Teilnehmer konnten im DIG-Büro teilnehmen, während Interessierte die Möglichkeit hatten, die Veranstaltung per Livestream vom heimischen Rechner zu verfolgen und sich aktiv in die Diskussion einzubringen.

PDF-Version des Vortrags von Frau Prof. Stanze